Verbesserungsmaßnahmen

Einbringung von Nasenlaich aus dem Neustiftgraben in die Traun

Bei Befischungen im Zuge des LE 14-20 Projektes „Integratives Ökologisches Gewässermanagement an Traun und Alm“ wurde festgestellt, dass die Leitart Nase in der Traun unterhalb des Traunfalls bis zur Einmündung der Alm de facto nicht mehr vorhanden ist.

Um diesem Umstand entgegen zu wirken wird Nasenlaich aus dem Neustiftgraben in die Traun und deren Zubringer Ager eingebracht, mit dem Ziel, eine Population zu reetablieren.

Der von uns durchgeführte Besatz mit 0+ und 1+ Fischen, 2018 – 2020, zeigte leider keinen befriedigenden Erfolg.

In einem ersten Vorversuch wurde am 10. April 2021 aus dem Neustiftgraben 1.1 l Nasenlaich entnommen (entspricht etwa 33.000 Eiern), die mit Hilfe von Kondensmilch in zwei Versuchsreihen mit verschiedenen Konzentrationen entklebt und anschließend gespült wurden. Die Eier hatten das Augenpunktstadium noch nicht erreicht, der genaue Zeitpunkt des Ablaichens ist jedoch unbekannt. Danach wurden in 4 geschlossene Brutboxen jeweils 3000 Eier eingebracht. Bei regelmäßigen Kontrollen kann so die Befruchtungs- und Schlupfrate evaluiert werden.

So wird untersucht, ob diese Methode funktioniert. Die restlichen Eier wurden in geeignetem Substrat in der Ager eingebracht.